{"id":3995,"date":"2020-01-19T14:58:59","date_gmt":"2020-01-19T13:58:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feuerwehrfotos.com\/wp\/?p=3995"},"modified":"2020-01-19T14:59:01","modified_gmt":"2020-01-19T13:59:01","slug":"grossbrand-lagerzelt-am-flughafengelaende-in-flammen-detailbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehrfotos.com\/wp\/?p=3995","title":{"rendered":"Gro\u00dfbrand: Lagerzelt am Flughafengel\u00e4nde in Flammen (+Detailbericht)"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute drehen wir nochmals etwas am Rad der Zeit zur\u00fcck. Es geht zur\u00fcck zum Abend des 24. M\u00e4rz 2004. Ich war mit digitaler Spiegelreflex-Technik noch ordentlich am Beginn und erst zwei Jahre damit arbeitend. Eine Canon EOS 10D war hier meine Ausr\u00fcstung.<br>Am Flughafen Linz-H\u00f6rsching brach in einem Lagerzelt ein Feuer aus, dass sich rasch ausbreiten konnte und zu einem Gro\u00dfeinsatz der Feuerwehren aus der Umgebung gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anhang einige Bilder aus der Zeit. Unterhalb der Galerie habe ich zudem meinen Einsatzbericht von damals eingef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro\u00dfbrand am Flughafen-Gel\u00e4nde<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Im Bereich einer\nSpedition brach am Abend des 24. M\u00e4rz 2004 am Flughafen Linz-H\u00f6rsching ein\nBrand aus. Ein als Lagerraum genutztes Zelt ging dabei in Flammen auf. Aufgrund\ndes Sperrgebietes eines Flughafens und der damit verbundenen Sicherheitszonen\nsowie der engen Platzverh\u00e4ltnisse kein allt\u00e4glicher Einsatz f\u00fcr die Feuerwehren. Sich pl\u00f6tzlich f\u00e4rbendes L\u00f6schwasser\nsorgte zus\u00e4tzlich f\u00fcr Aufregung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Text und Bilder:\nHermann Kollinger <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben\nder Lagerhalle der Spedition befindet sich &#8211; direkt am start- und landeseitigen\nBereich der Flugzeuge &#8211; ein als Lager genutztes Zelt, \u00e4hnlich wie es bei gro\u00dfen\nFestveranstaltungen und dergleichen genutzt wird. Dieses grenzt unmittelbar an\ndas Speditionsgeb\u00e4ude an und hatte ein Ausma\u00df von rund 500 m2. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend des 24. M\u00e4rz 2004 entdeckten Mitarbeiter der\nFirma in diesem Lagerzelt einen Entstehungsbrand. Medienberichten zufolge war\ndieser durch eine Halogenlampe verursacht worden. <\/p>\n\n\n\n<p>Mittels mehrerer Feuerl\u00f6scher wurde versucht, dem zu\ndiesem Zeitpunkt noch eher kleinen Brand Herr zu werden. Die Flammen fanden\njedoch sehr rasch mehr und mehr Nahrung und der Ausbreitung des Feuers stand\nnichts mehr im Wege\u2026<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Alarmierung<\/h4>\n\n\n\n<p>Um 21.46 Uhr erreichte die Landeswarnzentrale\nOber\u00f6sterreich seitens der Gendarmerie der Notruf. Beim Absetzen des Notrufes\ndurch die Speditionsmitarbeiter bis zur Weitergabe desselben an die Landeswarnzentrale schlich sich zudem ein\n&#8220;stiller Post&#8221;-Effekt ein. Dieser wirkte sich zwar nicht auf den\nnachfolgenden Einsatz aus, sorgte jedoch in der Anfangsphase dennoch f\u00fcr\nleichte Verwirrung. Der Einsatzgrund f\u00fcr die um 21.47 Uhr ausgel\u00f6ste Alarmstufe\n1 des Pflichtbereiches H\u00f6rsching (FF H\u00f6rsching, FF Breitbrunn, FF Rutzing) lautete n\u00e4mlich &#8220;Feldbrand hinter\ndem Frachtenterminal beim Flughafen H\u00f6rsching&#8221;. Zwar ist ein Feldbrand\nnichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches, jedoch herrschte zu diesem Zeitpunkt nasses\nSchneetreiben vor, dem bereits tagelanges Regenwetter vorangegangen ist. Der\neigentliche Zeltbrand wurde somit zum Feldbrand.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 21.50 Uhr r\u00fcckten die ersten Wehren in Richtung\nFlughafen Linz-H\u00f6rsching ab. Bereits w\u00e4hrend der Anfahrt wurde jedoch klar,\ndass es sich aufgrund der Flammen bereits um einen ausgedehnteren Brand handeln\nm\u00fcsse. So wurde vom Zugskommandanten der Feuerwehr\nH\u00f6rsching noch w\u00e4hrend der Anfahrt um 21.55 Uhr die Ausl\u00f6sung der Alarmstufe II\n(FF Traun, FF Pasching, FF Oftering, FF Leonding, FF Kirchberg-Thening)\nveranlasst und von der Landeswarnzentrale\ndurchgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Diensthabende des Bundesheeres in der Kaserne H\u00f6rsching\nwurden zwischen-zeitlich ebenfalls auf das Feuer aufmerksam und alarmierten die\nBetriebsfeuerwehr Flughafen. Beide Feuerwehren\nr\u00fcckten in der Folge ebenfalls zum brennenden Lagerzelt aus. Vom Flughafentower\nwar der Brand anfangs nicht einsehbar und der Notruf der Speditionsmitarbeiter\nging nicht \u00fcber die Flughafenwehr, sondern erfolgte \u00fcber den externen Notruf an\ndie Gendarmerie. Diese leitete die Alarmmeldung sodann an die Landeswarnzentrale im Landes-Feuerwehrkommando\nO\u00f6. weiter. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Schwierige\nAnfahrt<\/h4>\n\n\n\n<p>Schwierig gestaltete sich die f\u00fcr die Feuerwehrkr\u00e4fte die Anfahrt zum brennenden Zelt. Das Flugfeld grenzt direkt an das Speditionsgel\u00e4nde an und ist durch einen Zaun eingegrenzt. Zudem sind zwischen Zelt und Rollbahn nur wenige Meter Platz vorhanden. Um zum Brandgeschehen ausreichend an Sicherheitsabstand einzuhalten, mussten die Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr teilweise in der durch den Regen bereits aufgeweichten Wiese vorr\u00fccken. Eine erste Einheit des Bundesheeres f\u00fchrte mit ihrem FLF 5000 einen ersten massiven L\u00f6schangriff durch. Kleinere Explosionen im Brandbereich sorgten zudem f\u00fcr Aufregung. <\/p>\n\n\n\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\n<ins class=\"adsbygoogle\"\n     style=\"display:block; text-align:center;\"\n     data-ad-layout=\"in-article\"\n     data-ad-format=\"fluid\"\n     data-ad-client=\"ca-pub-4019464941899848\"\n     data-ad-slot=\"3696704290\"><\/ins>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script>\n<br>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kein L\u00f6schwasser\nmehr!<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach dem Anr\u00fccken der Feuerwehren\nkonnte ein erster, umfangreicher Angriff vorgenommen werden. Gleichzeitig wurde\nder Einsatzbereich in zwei Abschnitte (Ost und West) aufgeteilt. W\u00e4hrend BI\nGerhard Platzer den Ostteil \u00fcbernahm, leitete BR Wolfgang\n Lehner den Westabschnitt. Im weiteren Einsatzverlauf \u00fcbernahm\nBR Lehner dann die Koordinierung mit den Beh\u00f6rden. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach wie vor war das prim\u00e4re Ziel der Schutz des nur knapp\neinem Meter entfernten Speditionsgeb\u00e4udes von der Strahlungshitze des bereits\nausgedehnten Feuers. Mit mehreren Rohren wurde versucht, den Flammen, die im\nOstbereich des Zeltes ausgebrochen waren, Herr zu werden. Im Zelt gelagerte\nKartonagen, Frachtgut und Paletten boten dem Feuer jedoch mehr und mehr\nNahrung. W\u00e4hrend dieser Zeit wurde f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte wohl einer der\nschlimmsten Albtr\u00e4ume eines Feuerwehreinsatzes\nwahr: Aufgrund der unzureichenden Leistung des internen, nicht ans \u00f6ffentliche\nLeitungssystem angeschlossene Wassernetz, brach dieses nach kurzer Zeit v\u00f6llig\nzusammen. Zu diesem Zeitpunkt standen an zwei Hydranten jeweils eine TS 12 im\nEinsatz. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Einsatzleitung reagierte jedoch rasch und zapfte daher\nin der Folge das \u00f6ffentliche Wassernetz au\u00dferhalb des Flughafens an. Dazu war\nes auch notwendig, den Abgrenzungszaun durchzuschneiden. Mit den anschlie\u00dfend\naufgebauten L\u00f6schwasserleitungen wurde es m\u00f6glich, den Wasserengpass innerhalb\nweniger Minuten zu \u00fcberbr\u00fccken! Im weiteren Einsatzverlauf wurden \u00fcbrigens zu\nden Spitzenzeiten 10 Rohre sowie zwei Wasserwerfer mit einem Wasserbedarf von\nbis zu 4.500 Litern pro Minute betrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der bereits erw\u00e4hnten, kleineren Explosionen\nwurden Erkundigungen hinsichtlich der gelagerten G\u00fcter eingeholt. Diese ergaben\nlaut Mitteilung der Speditionsmitarbeiter, dass sich im Zelt keine besonderen\nStoffe befinden w\u00fcrden. Ausnahme war ein \u00d6lfass, welches jedoch bereits beim\nEintreffen der ersten Feuerwehrkr\u00e4fte\nin Flammen aufgegangen war. So wurde auch seitens der Einsatzleitung davon\nausgegangen, dass keine G\u00fcter mit besonderen Gefahren mehr im Brandbereich\ngelagert sein w\u00fcrden. Dennoch wurde weiterhin (nicht nur wegen der starken\nRauchentwicklung) auf die Verwendung von schweren Atemschutzger\u00e4ten bestanden. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der ersten Einsatzphase wurde besonderer Wert\ndarauf gelegt, den \u00dcbergriff des Feuers auf die Spedition selbst zu verhindern.\nZus\u00e4tzlich zu den L\u00f6schma\u00dfnahmen wurden daher Feuerwehrkr\u00e4fte\nbeauftragt, die Halle im Geb\u00e4udeinneren im Auge zu behalten und im gesetzten\nFalle einen Branddurchbruch unverz\u00fcglich zu melden. Da dieser \u00dcbergriff jedoch\nvermieden werden konnte, konnte eine T\u00fcr ge\u00f6ffnet und diese Position als\nweiterer Angriffsweg genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Brandbek\u00e4mpfung\n\u00fcber Drehleiter<\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Brandbek\u00e4mpfung von zwei Seiten fortgesetzt\nwurde und es den Einsatzkr\u00e4ften auch gelang, das Speditionsgeb\u00e4ude erfolgreich\nvor einem \u00dcbergreifen der Flammen zu sch\u00fctzen, wurden die Drehleitern der Feuerwehren Traun und Leonding in Stellung gebracht.\nDamit wurde es m\u00f6glich, die Brandbek\u00e4mpfung gezielt auf die Brandherde zu\nlenken und die L\u00f6scharbeiten somit von zwei Seiten der Hallen fortzuf\u00fchren.\nNach rund zwei Stunden war das Gro\u00dffeuer soweit unter Kontrolle, dass in der\nFolge damit begonnen werden konnten, das Feuer gezielt nach und nach\nvollst\u00e4ndig zu l\u00f6schen. Um auch hartn\u00e4ckige Glutnester entsprechend zu\nisolieren, wurden die L\u00f6schma\u00dfnahmen mittels Schaummitteleinsatz erg\u00e4nzt. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6schwasser\nf\u00e4rbte sich<\/h4>\n\n\n\n<p>Gegen Mitternacht &#8211; die\nL\u00f6scharbeiten neigten sich dem Ende zu &#8211; herrschte pl\u00f6tzlich nochmals\nAufregung. Die im L\u00f6schwasser stehenden Einsatzkr\u00e4fte stellten eine F\u00e4rbung des\nWassers (gr\u00fcn bis gelb) fest. Unverz\u00fcglich wurde ein Chemiker an den Brandort\ngerufen, um die Farbstoffe zu analysieren und die enthaltenen Substanzen\nfestzustellen. Erste Resultate wiesen auf eine Blei-Chrom-Verbindung hin, so\ndass das aufgefangene L\u00f6schwasser vorsorglich abgepumpt und fachgerecht\nentsorgt wurde. Die fortgesetzten Ermittlungen ergaben, dass die F\u00e4rbung durch\nca. 120 im Zelt gelagerte S\u00e4cke mit blei-chromh\u00e4ltigen Farbpigment entstanden\nwar (Kennzeichnung: UN 3077*). Diese wurden durch den Brand in Mitleidenschaft\ngezogen und sorgten f\u00fcr das Verf\u00e4rben des abflie\u00dfenden L\u00f6schwassers. Die\nBezirkshauptmannschaft ging &#8211; tags darauf &#8211; jedoch davon aus, dass eine\nGef\u00e4hrdung der Umwelt dennoch ausgeschlossen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichts desto trotz wurde die Feuerwehr beh\u00f6rdlich beauftragt, noch Ma\u00dfnahmen zu setzen, um das Eindringen von Restbest\u00e4nden des L\u00f6schwassers ins Erdreich und in weiterer Folge ins Grundwasser zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\n<ins class=\"adsbygoogle\"\n     style=\"display:block; text-align:center;\"\n     data-ad-layout=\"in-article\"\n     data-ad-format=\"fluid\"\n     data-ad-client=\"ca-pub-4019464941899848\"\n     data-ad-slot=\"3696704290\"><\/ins>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script>\n<br>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Brandwache<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Brandbek\u00e4mpfung selbst war gegen 00.30 Uhr so weit\nvorangeschritten, dass die ersten, Hilfe leistenden Feuerwehren\nwieder einr\u00fccken konnten. Ab 01.30 Uhr \u00fcbernahm die Betriebsfeuerwehr Flughafen,\ndie w\u00e4hrend des Einsatzes aufgrund der Landung von drei Flugzeugen\nzwischendurch abgezogen werden musste, die Einsatzleitung und gegen 02.00 Uhr\nkonnten schlussendlich auch die Freiwilligen Feuerwehren\ndes Pflichtbereiches H\u00f6rsching einr\u00fccken. Die BTF Flughafen \u00fcbernahm die\nerforderliche Brandwache.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sicherheitsbestimmungen setzen eine rasche Pr\u00e4senz der\nFlughafenfeuerwehr bei Flugzeugstarts und -landungen voraus, wodurch das\nAbr\u00fccken vom Brandplatz erforderlich wurde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aufregung um\ngeschlossene Tore<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte der Freiwilligen Feuerwehren stellte der Brand am Flughafengel\u00e4nde\ndoch eine nicht allt\u00e4gliche Situation dar. Mehrmals wurden Stimmen laut, dass\neinige der Einsatzfahrzeuge vor den verschlossenen Toren 30c und 3 gestanden\nseien. Das Tor 3 ist gem\u00e4\u00df des Alarmplans im n\u00f6rdlichen Bereich des Flughafens\ndie Hauptzufahrt f\u00fcr die Feuerwehren\nim Einsatzfall. Beide genannten Tore sind jedoch nicht mit einem typischen\nSchl\u00fcsselsafe, der im Falle eines Brandalarmes f\u00fcr die Feuerwehr\nzug\u00e4nglich wird, ausgestattet, sondern m\u00fcssen manuell ge\u00f6ffnet werden. Ein Feuerwehrmann der FF Breitbrunn, der zugleich\nBediensteter der Spedition ist, war am ersten Einsatzfahrzeug und veranlasste,\ndass ein Lagermitarbeiter der Spedition mit seiner Torkarte den anr\u00fcckenden\nKr\u00e4ften jeweils das Tor in den Sicherheitsbereich im Westen des Flughafens\n(nahe des brennenden Zeltes) \u00f6ffnete. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sicherheit und Feuerwehreinsatz<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie erw\u00e4hnt sto\u00dfen in diesem Fall zwei massive Interessen\naufeinander. Einerseits ist es f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte erforderlich, m\u00f6glichst\nrasch zum Brandort zu gelangen, andererseits muss jedoch &#8211; gerade auch in\nZeiten wie diesen &#8211; das Sicherheitsgef\u00fcge des Flughafenbetriebes aufrecht\nerhalten werden. Und dieser war auch noch im Gange. Drei Flugzeuge wurden knapp\neine Stunde lang noch in der Luft gehalten und kreisten \u00fcber das\nFlughafengebiet, bis der Brand unter Kontrolle von der Feuerwehr\nunter Kontrolle war. Schlussendlich befand sich das Rollfeld von der Landebahn\nbis zum Flughafengeb\u00e4ude unmittelbar neben dem Brandobjekt. Unter dem Umstand\ndes nach wie vor aktiven Flughafenbetriebes ist somit sicherheitstechnisch ein\n&#8220;Tag der offenen T\u00fcr&#8221; auch nicht denkbar, wenn es f\u00fcr die anr\u00fcckenden\nbzw. eingesetzten Kr\u00e4fte doch ein Nachteil war. Hier eine optimale L\u00f6sung zu\nfinden, wird vermutlich ein doch schwieriges Unterfangen. Die terroristischen\nEreignisse der j\u00fcngeren Vergangenheit haben schlie\u00dflich gezeigt, wie schnell\neine \u00f6ffentliche Einrichtung ein Zerst\u00f6rungsziel sein kann. Ebenso kann man\neine m\u00f6gliche These, dass der Brand lediglich ein Ablenkungsman\u00f6ver f\u00fcr einen\nAnschlag im Flughafengeb\u00e4ude sei, nicht als Wahnvorstellung abwinken. Im\nvorliegenden Fall war dies zwar definitiv nicht so, aber m\u00f6glicher Weg zum\n\u00d6ffnen von T\u00fcr und Tor w\u00e4re es in Betracht der Weltgeschehnisse dann dennoch. <\/p>\n\n\n\n<p>Somit wird ein gewisser Widerspruch zwischen offenen T\u00fcren\nund dem Sicherheitsbewusstsein am Flughafen vermutlich auch weiterhin ein\nfester Bestandteil bei Eins\u00e4tzen von Feuerwehren\nin der Sperrzone eines Flughafens bleiben. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass\nheute undenkbare Vorf\u00e4lle morgen bereits die Medienberichte f\u00fcllen. Rein\nrechtlich gesehen ist der Flughafen Linz-H\u00f6rsching \u00fcbrigens milit\u00e4risches\nSperrgebiet. Die Fl\u00e4che des Personentransfers etc. wurde im Grunde lediglich\nvermietet und liegt wiederum in den verschiedensten Befugnisbereichen. Im Falle\neines Feuerwehreinsatzes k\u00f6nnen hier\n&#8211; nun generell betrachtet und nicht spezifisch auf diesen Fall bezogen &#8211; vor\nallem in der Anfangsphase doch auch zum eher schwierigen Auffinden der\nZust\u00e4ndigkeiten bzw. auch konkreten Verantwortungstr\u00e4ger beitragen. Und\nEntscheidungen sind w\u00e4hrend eines Feuerwehreinsatzes\noft viele zu treffen!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lagerung von\nGefahrgut<\/h4>\n\n\n\n<p>Die&nbsp; Aufr\u00e4umarbeiten\nsowie die Ermittlungen der Brandursache (vermutlich eine Halogenstrahler)\nbrachten an den Tag, dass sich &#8211; entgegen der ersten Informationen w\u00e4hrend des\nFeuers &#8211; im Zelt doch auch gef\u00e4hrliche G\u00fcter befunden haben. Zwar sorgten\nbereits w\u00e4hrend des Feuers einige F\u00e4sser in den Flammen f\u00fcr ein flaues Gef\u00fchl,\ndie Aussage, dass sich keine gef\u00e4hrlichen G\u00fcter im Zelt befinden, beruhigte die\nEinsatzkr\u00e4fte dann dennoch. Abschnitts-Feuerwehrkommandant\nBR Wolfgang Lehner teilte jedoch\ndann mit, dass bei den Entsorgungsarbeiten vor Ort rund ein Dutzend aufgebl\u00e4hte\nF\u00e4sser mit brennbaren Inhalten vorgefunden worden sind. Bei einer l\u00e4ngeren\nHitze- und Flammeneinwirkung h\u00e4tten diese noch unvorhersehbare Folgen f\u00fcr die\nEinsatzkr\u00e4fte haben k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es auch vorkommt &#8211; und die Praxis zeigt es immer\nwieder &#8211; das G\u00fcter in Bereiche lagern, wo sie nicht vorgesehen sind, sp\u00e4testens\nim Falle eines Einsatzes w\u00e4re es f\u00fcr alle Beteiligten vorteilhaft, \u00fcber diese\nTatsachen in Kenntnis gesetzt zu werden, um die Feuerwehrleute\nnicht noch mehr zu gef\u00e4hrden, als es die Hilfeleistung selbst erfordert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Improvisationsverm\u00f6gen<\/h4>\n\n\n\n<p>Einer der gro\u00dfen Vorteile im Feuerwehrwesen\nist das Improvisationsverm\u00f6gen der Mitglieder. Nicht selten f\u00fchren\nimprovisierte L\u00f6sungsvarianten zum gew\u00fcnschten Erfolg in m\u00f6glichen und\nunm\u00f6glichen Einsatzanl\u00e4ssen. Dieses Verm\u00f6gen kam auch beim Brandeinsatz am\nFlughafen H\u00f6rsching wieder klar ans Tageslicht. Im Nachhinein betrachtet, regt\nes gar zum Schmunzeln an: <\/p>\n\n\n\n<p>Eine der anr\u00fcckenden Feuerwehren\nstand vor einem der bereits erw\u00e4hnten, geschlossenen Tore, w\u00e4hrend ein anderer,\nbereits im Einsatz stehender Feuerwehrmann\nnoch versuchte, den Kr\u00e4ften den richtigen Anfahrtsweg zu erl\u00e4utern. Noch\nw\u00e4hrend dieser &#8220;Aufkl\u00e4rung&#8221; wurde er auf ein in diesem Bereich\nstehendes Fahrzeug aufmerksam, an dem zudem der Schl\u00fcssel steckte. Schnurstracks\nwurde dieser Pkw in der vorhandenen Notsituation mit Handlungsbedarf als\nLotsenfahrzeug herangezogen und die Feuerwehrfahrzeuge\nzum Einsatzplatz dirigiert\u2026 Not macht bekanntlich erfinderisch. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">L\u00f6sungsfindung am\nrunden Tisch<\/h4>\n\n\n\n<p>Sinn und Zweck des vorliegenden Beitrages ist es nicht, L\u00fccken aufzudecken oder ein Kritik-Feuerwerk abzuschie\u00dfen. Der Beitrag soll viel mehr anderen Feuerwehren als Fachinformation dienlich sein. Es liegt nun im Sicherheitsbewusstsein aller Beteiligten, an einem runden Tisch gemeinsam L\u00f6sungswege zu erarbeiten. Offene Punkte sollten zur Sicherheit aller Beteiligten abgekl\u00e4rt werden. Die Feuerwehr selbst hat jedenfalls gr\u00f6\u00dftes Interesse, gemeinsame L\u00f6sungen zu erarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\n<ins class=\"adsbygoogle\"\n     style=\"display:block; text-align:center;\"\n     data-ad-layout=\"in-article\"\n     data-ad-format=\"fluid\"\n     data-ad-client=\"ca-pub-4019464941899848\"\n     data-ad-slot=\"3696704290\"><\/ins>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script>\n<br>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Einsatzleitung<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Einsatzleitung bestand aus Pflichtbereichskommandant\nHBI Andreas Platzer (FF H\u00f6rsching) sowie den Abschnittsleitern BI Gerhard\nPlatzer und AFKDT, BR Wolfgang Lehner\n(FF Breitbrunn).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h4>\n\n\n\n<p>Als Grundlagen f\u00fcr diesen Einsatzbericht dienten dem Autor\ndie wahrgenommenen Abl\u00e4ufe w\u00e4hrend des Einsatzes, eine Arbeitssitzung mit dem\nzust\u00e4ndigen Abschnitts-Feuerwehrkommandanten,\nBR Wolfgang Lehner, HBI Andreas\nPlatzer sowie die Berichterstattung in den Medien. Der Autor bedankt sich bei\nallen Beteiligten f\u00fcr die entgegengebrachte Kooperationsbereitschaft w\u00e4hrend\nund nach dem Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zusatzkr\u00e4fte<\/h4>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte (zu den in der\nTabelle aufgez\u00e4hlten): 1 Fahrzeug RK Traun (2 Kr\u00e4fte), 1 Einsatzstreife des\nBezirks-Gendarmeriekommandos sowie 1 Einsatzfahrzeug Geko (Grenzkontrollstelle)<\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div><p id=\"pvc_stats_3995\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"3995\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.feuerwehrfotos.com\/wp\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p><div class=\"pvc_clear\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute drehen wir nochmals etwas am Rad der Zeit zur\u00fcck. 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